Leben in der KMA

Brunnen an der Karl-Marx-Allee feierlich eröffnet

26.06.2019 – Klaus Hempel

Die Brunnen Karl-Marx-Allee/Ecke Andreasstraße sprudeln wieder. Foto: K. Hempel

Für Unkraut ist in der Karl-Marx-Allee eigentlich kein guter Platz. Obwohl, 26 Jahre lang existierte gegenüber der alten, längst verschwundenen Sporthalle, ein Eldorado für Gestrüpp und Unansehnlichkeit: Leere Brunnenbecken umhüllt von Bauzäunen.

Eine Tafel zeigt den Ausgangszustand und wieviel Arbeit in der Erneuerung steckte. Foto: K. Hempel

Aber das ist Vergangenheit.
Pünktlich zum verkündeten Termin
(Berlin, das geht doch!) hat der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ein Kleinod eröffnet. Viel Arbeit war im Untergrund zu leisten. Der rückwärtige Zugang ist barrierefrei gestaltet. 1,5 Millionen Euro sind für einen anziehenden Erholungspunkt ausgegeben worden. Der Bauherr, die Berliner Wasserbetriebe und das örtliche Grünflächenamt, haben zügig und gut abgestimmt unserer Allee einen attraktiven Ruheplatz hinzugefügt.

Das Denkmal „Karl-Marx-Allee“ hat es auch verdient. Schauten doch in der Vergangenheit viele Touristen aber auch Politiker vorbei. Und in der Gegenwart geht von hier auch wieder eine Botschaft aus: „Wohnen darf nicht von der Finanzoligarchie reguliert werden!“

Vertreter aus Politik, vom Bezirk und von den Berliner Wasserbetrieben eröffnen die Brunnen offiziell: Senatorin für Bauen und Stadtentwicklung Katrin Lompscher, der Vorstandsvorsitzende der Berliner Wasserbetriebe Jörg Simon, Baustadtrat Florian Schmidt und Hilmar Schädel vom Straßen- und Grünflächenamt. Foto: K. Hempel

Übrigens, lange vor dem feierlichen Aufdrehen der Wasserfontänen waren alle Plätze auf den Sitzbänken belegt. Es ist zu vermuten, dass das so bleibt. Erfreulich auch, dass Mieter aus dem Block hinter dem Brunnen engagiert den kleinen Park als Entspannungsinsel annehmen.

Möge es lange so bleiben.


Bezirksmedaille an den Mieterbeirat Karl-Marx-Allee verliehen

Feierliche Verleihung der Bezirksmedaille: (v.l.), Kristine Jaath, Vorsitzende der Bezirksverordnetenversammlung , Dr. Anja Köhler, stellvertretende Vorsitzende des Mieterbeirates, Baustadtrat Florian Schmidt, Norbert Bogedein, Vorsitzender des Mieterbeirates

Am 13. Juni ist der Mieterbeirat – Karl-Marx-Allee in einer Festveranstaltung vom Bezirksamt mit der Bezirksmedailie Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin ausgezeichnet worden.

Bezirksmedaille Friedrichshain-Kreuzberg

Die Auszeichnung erfolgte für die langjährige ehrenamtliche Arbeit zum Gemeinwohl. Einer der Höhepunkte war der Kampf um die Karl-Marx-Allee, um zu verhindern, dass 680 Wohnungen an die Deutsche Wohnen gehen.
In seiner Laudatio sagte Baustadtrat Florian Schmidt: “Es kommt großes dabei raus, wenn normale Menschen aufstehen und NEIN sagen.”
Der Mieterbeirat, insbesondere der Vorsitzende Herr Bogedein und Frau Dr. Köhler, stellv. Vorsitzende des Mieterbeirates haben durch ihr ruhiges, besonnenes und vor allem begeisterndes Handeln hunderte Mieter mobilisiert und eine Initiative der Rekommunalisierung gestartet, an der letztendlich die Politik nicht vorbei gekommen ist.

Urkunde zur Verleihung der Bezirksmedaille


PDF-Download: hier


Bald schäumen neue Fontänen in der Karl-Marx-Allee!

24.09.2018 – Klaus Hempel

Die Verantwortlichen informierten zahlreiche Interessierte: Mit Mikrofon Kerstin Jahnke (Gebietsbeauftragte für den Stadtumbau), rechts daneben Hilmar Schädel (Straßen- und Grünflächenamt) und Jörg Meißner (Berliner Wasserbetriebe) (Foto: Hempel)

Am 9.August 2018 hatten das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und weitere Verantwortliche an den Bauzaun an der Karl-Marx-Allee Ecke Andreasstrasse geladen, um das Bauvorhaben vorzustellen und Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu beantworten.

Der Anlass war ein freudiger: In Zukunft soll wieder ein dreiteiliger Brunnen sprudeln.

Viele Anwohner, aber auch ungezählte Touristen, haben sich in den vergangenen Jahren über den Schmutzfleck am ehemaligen Stalindenkmal – später ersetzt durch eine Brunnenanlage – geärgert.

Wer jetzt an der Baustelle vorbei geht, sieht schon Fortschritte. So ist es vielleicht wirklich möglich, dass die Bauarbeiter schon im Dezember mit einer Wasserdruckprüfung, also dem Test der Dichtigkeit, in den Winter gehen können.

Die alten Brunnen wurden abgetragen und bereits das neue Bewässerungssystem installiert (Foto: Hempel)

Bänke zum Ausruhen und Grün als Schattenspender in künftigen superheißen Sommertagen werden sicher gern angenommen.

Freuen wir uns auf den Mai 2019, dann soll die Anlage spätestens fertig sein.